Revier Karthan
Das Revier
umfasst die Stadt Bad Wilsnack, gelegen im Landkreis Prignitz
und wurde nach dem Fluss „ Karthane“, welcher das Revier und
die Stadt durchfließt, benannt. Eine besondere Bedeutung des
Reviers erhielt es durch einen ihrer Bewirtschafter den
Revierförster Zimmermann, der 1906 ein Moor im Revier entdeckte.
Diese Entdeckung war der Grundstein für Wilsnacks Anerkennung
als Luftkurort, Moorheilbad und als Stadt.
Forstliches Wuchsgebiet :
Westprignitz – Altmärkisches Altmoränenland , schwach maritim,
Das Grundwasser wird durch die Havelberger Hochfläche und
Elbniederung von der Karthane und deren Nebenläufen beeinflusst
.
Es kommen alle Hauptwildarten wie Rotwild, Rehwild, Schwarzwild
und Damwild vor.
Das Gut Karthan war bis 1945 ein land- und forstwirtschaftlicher
Großbetrieb. Es hatte eine Größe von 1074 ha.
Letzte Eigentümerin war Mary Olga von Pourtales, geb. von
Kleist. Durch die Eheschließung mit Carl Ludwig Graf de
Pourtales im August 1923 wurde sie schweizerische
Staatsbürgerin.
Auf Weisung der Kreiskriegskommandantur ( Westprignitz) der
sowjetischen Militäradministration erfolgte im Februar 1946 die
Enteignung. Geringe land- und forstwirtschaftliche Flächen
wurden dann an Siedlungswillige verteilt. Der Rest wurde unter
die Verwaltung des Landes Brandenburg gestellt. In den Jahren
1946 – 1951 wurden umfangreiche Kahlschläge in Kiefern –
Altholzbeständen als Reparationsleistungen der ehemaligen
Sowjetunion getätigt. Dadurch erklärt sich das verschobene
Altersklassenverhältnis welches den Schwerpunkt in der
Altersklasse 3 hat.
Zum Leidwesen der Revierförster diente das Revier Karthan auch
als Anmarsch – und Bereitstellungsraum der Sowjetischen
Truppen, welches der jagdlichen und forstlichen Bewirtschaftung
mitunter nicht zuträglich war.
Bis zur Wende waren im Revier 21 Arbeitskräfte beschäftigt.
Im Rahmen der Forstreform hat auch das Revier Karthan eine neue
Gestaltung erfahren.
Es umfasst jetzt 2434 ha und wird geprägt im wesentlichen von 4
Großwaldbesitzern , der Stadt Bad Wilsnack und im ländlichen
Raum durch mehrere Kleinstwaldbesitzer.
Im Rahmen dieser Struktur wird das Revier in den 3
Forstbetriebsgemeinschaften wie FBG Glöwen, FBG Karthane und FBG
Legde bewirtschaftet.
Die Fläche beträgt 1.200 ha, davon 1.100 ha mit
Bewirtschaftungsvertrag über das Amt für Forstwirtschaft. |