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Kolmanskuppe Kolmanskop
Kolmanskoppe Geisterstadt
Im Jahre 1908 begann in Lüderitz der
Diamantenrausch. Alles stürmte in die Wüste in der Hoffnung auf das schnelle
Glück. Innerhalb von zwei Jahren entstand in der kargen Sandwüste ein
kompletter kleiner Ort mit Kasino, Schule, Krankenhaus und exklusiven
Wohnhäusern. In riesigen Fabrikanlagen wurde der diamanthaltige Kies gesiebt
und gewaschen. Bis zum ersten Weltkrieg konnten über 1000 Kilo Diamanten gefördert
werden. Nach dem Krieg gingen die Diamantenfunde sehr stark zurück. Ausserdem
wurden weiter südlich bei Oranjemund erheblich grössere Diamanten gefunden.
Kolmanskop wurde zur Geisterstadt.Die
Gewichtseinheit für Diamanten heisst 'Karat', wobei 1 Karat etwa 0,2 Gramm
entsprechen. In Elisabeth Bay, rund 30 Kilometer von Kolmanskuppe entfernt,
wurden täglich etwa 1000 Karat, also rund 200 Gramm Rohdiamanten gefördert.
Dazu mussten viele Güterwaggons mit diamanthaltigem Sand und Kies
herbeigeschafft werden. Das Material wurde dann in mächtigen Trommeln gesiebt
und gewaschen. In 10 Tonnen Sand steckten normalerweise nur 1 bis 2 Karat
Rohdiamanten.
Wie Kolmanskuppe, so ist auch Elisabeth Bay heute eine Geisterstadt. Obwohl sehr
pittoresk, darf sie allerdings nur mit einer Ausnahmegenehmigung besichtigt
werden. Ganz in der Nähe wurde nämlich eine neue Produktionsanlage in Betrieb
genommen. Elisabeth Bay liegt darum in einem streng bewachten
Diamantensperrgebiet. Wer eine Besuchserlaubnis erhalten will, muss ein
polizeiliches Führungszeugnis vorlegen.Mit einer Reisegruppe oder auch Einzeln
kein Problem .
06.03.12 Copyright © Kältetechnik
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