Die Bogenjagd in Namibia beruht auf einer alten
Tradition. Noch heute wird Sie von den Kalahari Buschleuten praktiziert.
1997 wurde die Bogenjagd für den ausländischen Trophäenjäger erstmals
legalisiert und stellt somit eine "Junge Sportart" dar.
Moderne Trophäenjäger, die mit dem Bogen in Namibia jagen möchten, können
auf über 30 verschiedene Wildarten waidwerken. Bedingt durch die stark
unterschiedlichen Biotope stellt die Bogenjagd höchste Ansprüche an
die Fertigkeiten des Jägers.
Bogenjagdtechniken
Die Bogenjagd wird auf zweierlei Arten ausgeübt. Entweder als
Ansitzjagd oder auf der Pirsch. Die Schußentfernung sollte zwischen 15
- 25 Meter liegen. Geschossen wird ausschließlich auf "breit"
stehendes Wild. Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Bogenjäger
ist eine gute physische und psychische Verfassung!
Gesetzliche Voraussetzungen
Der ausländische Jagdgast muß von einem Jagdführer, Meister Jagdführer
oder einem Berufsjäger geführt werden der über die zusätzliche
Lizenz für die Bogenjagd verfügt.. Die Bogenjagd darf nur auf den dafür
beim Ministerium für Umwelt und Tourismus registrierten Jagdfarmen
stattfinden. Die notwendigen Jagderlaubnisscheine (Permits) für die
verschiedenen Wildarten müssen vor Jagdantritt von Ihrem Jagdführer
besorgt werden..
Bogenstärke wird wie folgt vorgeschrieben:
Kleinwild - 25ft/lb,
Mittelgroßes Wild - 40ft/lb,
Großes Wild - 65ft/lb.
Das Jagen mit Hunden ist verboten.
Bogenjagen ist den ethischen Verhaltensmaßregel wie
folgt unterworfen:
- Die Jagd hat nach dem Prinzip der fairen Jagd stattzufinden, das
wie folgt umschrieben wird:
- Beim Bogenjagen kann der Jäger entweder pirschen oder sich
ansetzen.
- Der Gebrauch der gerechten Jagdmethode und Jagdausrüstung zum
Erlegen der Tiere unter den geringsten traumatischen Umständen möglich.
- Bogenjäger sollten ständig geübt und trainiert sein um ihre
Bogenschützenfähigkeiten zu optimieren.
- Sie haben sich den Gesetzen, anderen gesetzlichen Voraussetzungen
und anerkannten Verhaltensmaßregeln zu unterwerfen.
- Sie sollten sich aktiv für den Erhalt des Wildbestandes
einsetzen, den Schutz der Bio-Vielfalt und der Förderung der
bleibenden Nutzbarkeit des Wildbestandes.
- Humane Handelsweisen bei der Wildnutzung verwenden.
- Zu allen Zeiten sich fairer und ehrlicher Praktiken bedienen.
- Andere über die Vorteile der bleibenden Nutzung, Wildschutz und
der ethischen Jagd informieren und erziehen.
- Den Bedarf einheimischer ländlicher Bevölkerungsgruppen in Bezug
auf die natürlichen Ressourcen anzuerkennen.
Die Jagd
Der Jäger sollte seine Beute nur auf faire Weise verfolgen. Eine faire
Jagd wird als eine Jagd auf ein frei-bewegliches Wild bzw. Wild, das in
der Lage ist, seinem verhaltensbedingten Drang zur Flucht vor dem Jäger
zu folgen. Besagtes Wild soll gejagt werden ohne künstliche
Lichtquellen oder von motorisierten Transportmitteln. Kein ethisch
gesinnter Jäger sollte weibliche Tiere mit abhängigen Jungen erlegen.
Ein jagdbares Wild sollte ein Teil eines natürlichen, interaktiven,
bleibenden Wildbestandes sein, auf einem Gelände wo es sich frei
vermehren und frei äsen, bzw. jagen kann. Das gejagte Wild sollte in
einem natürlichem Gleichgewicht zwischen Äse, Raubzeug und Beute
erhalten sein. Die obige Umschreibung kann von regionalen Jägerverbänden
verändert werden, je nach gesetzlichen, gebräuchlichen und nötigen
Umständen, welche für einzelne Gegenden des Landes zutreffen mögen.