zurück  JMF   Setubal Brena Lissabon Lisboa Azeitao

Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo
Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo
Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo
Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo
Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo
Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo
Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo
Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo
Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo
Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo
Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo
Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo
Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo
Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo
Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo
Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo Bambuswald
Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo
Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo
Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo
Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo
Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo
Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo
Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo
Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo 12 Flaschen Runddispenser  enomatic
Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo
Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo
Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo
Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo
  LJose Maria da Fonseca Portwein in AzeitáoJose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo   LJose Maria da Fonseca Portwein in AzeitáoJose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo
Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo
  LJose Maria da Fonseca Portwein in AzeitáoJose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo   LJose Maria da Fonseca Portwein in AzeitáoJose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo
Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo
   
Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo Jose Maria da Fonseca Portwein in Azeitáo
José Maria da Fonseca Vinhos SA
Quinta da Bassaqueira
2925-511 Azeitáo
Tel: +351 212 197 500
Fax: +351 212 197 501
E-Mail: info@jmf.pt
mehr Portweine von José Maria da Fonseca Vinhos
Las Palmas Gran Canaria Canaria Playa Canteras Playa de las Canteras   langer goldener Sandstrand Las Palmas Gran Canaria

Jose Maria da Fonseca - Periquita, Moscatel und mehr von http://www.christopherpfaff.de/

Direkt am Ortseingang von Villa Nogueira de Azeitao wei?t der ungew?hnliche Dekor einer Verkehrsinsel daraufhin, dass diese Kleinstadt der wohl ber?hmteste Weinort s?dlich von Lissabon ist. Statt des sonst ?blichen Blumenschmucks oder gar moderner Skulpturkunst, steht hier eine Pyramide aus alten Holzf?ssern, die den dezenten Aufdruck "JMF" in weissen Lettern tragen, die Kurzform f?r Jose Maria da Fonseca. Nur wenige Meter weiter befindet sich eine der gr??ten Weinkellereien Portugals, in der der Familienbetrieb derzeit 18 Millionen Liter Wein pro Jahr abfällt und einen Grossteil davon, ?ber den gesamten Erdball verteilt, exportiert. Und mit den Bacalhoa Vinhos, fr?her als JP Vinhos bekannt, hat die Kleinstadt auf der Halbinsel von Setubal, knapp 30 Autominuten von der Hauptstadt entfernt, sogar noch eine Zweite ?ber die Landesgrenzen hinaus bekannte Weinkellerei.

In der Innenstadt sind die Stra?en eng. Herrenh?user aus dem 19. Jahrhundert, diverse Cafes und kleine Geschaefte pr?gen das Bild. Und inmitten dieses geschäftigen Treibens, in dem die Parkplatzsuche einem Abenteuer ist, dass man keinem Fahranf?nger zumuten sollte, befindet sich das Gutshaus von JMF. Dessen fu?ballfeldbreite, schmucke Fassade lässt zun?chst nur erahnen, dass sich im Inneren ein wundersch?ner Garten, die alte Kellerei und die Lagerh?user f?r die Moscatelweine befinden. Die alte Kellerei, welche sp?testens Mitte der 80er Jahre viel zu klein wurde, ist heute das sehenswerte Firmenmuseum. J?hrlich rund 30.000 Besucher, entdecken hier die Geschichte vom kleinen Produzenten, der 1834 mit Weinbau begann, bis hin zum weltbekannten Weingut und k?nnen auch einen gro?en Teil des Portfolios, welches ?ber 30 verschiedene Weine umfasst, verkosten.

Der Blockbuster, der f?r diesen Erfolg verantwortlich war und ist Periquita. Die bekannteste Weinmarke Portugals. Eine der ?ltesten Weinmarken Portugals. Die erste Erw?hnung dieses Rotweins, der haupts?chlich aus der Rebsorte Castelao, f?r die Periquita mittlerweile teilweise Synonym verwendet wird, erzeugt wird, datiert aus dem Jahr 1850. Die ?lteste heute noch existente Flasche ist 30 Jahre j?nger. Domingos Soares Franco, ein direkter Nachfolger des Gr?nders, leitet die Firma heute gemeinsam mit seinem Bruder Antonio. Gem?? der unterschiedlichen Charaktere hat man sich die Aufgaben aufgeteilt. Antonio, der elegante, akkurate Gesch?ftsmann ist f?r die Betriebswirtschaft verantwortlich. Domingos der originelle, kreative, bisweilen zerstreute, ist der Weinmacher. Einer der seinen Beruf mit Leidenschaft und Enthusiasmus aus?bt. Er k?nnte sich schon l?ngst als Pension?r zur?ckgezogen haben. Aber anstatt die frische Seeluft in den H?hen der Arrabida, einer kleinen Gebirgskette die Azeitao vom Atlantik abschirmt, zu genie?en, experimentiert er lieber mit neuen Blends. Die Geschichte des Flagschiffs der Firma, welche zwischenzeitlich im 20.Jahrhundert in den Besitz eines amerikanischen Konsortiums gelangte, kennt er nur zu genau. "Bis 1940 stammte Periquita haupts?chlich aus Kiesb?den aus der Gegend um Azeitao", berichtet er, wohlwissend dass die heutigen Produktionszahlen dies nicht mehr zulie?en. "Sp?ter wurden dem Blend mehr Trauben aus sandigen B?den, die im Norden und Osten unseres Anbaugebietes Pamela liegen, beigef?gt". Castelao ist nach wie vor der Hauptbestandteil von Periquita, aber zum Blend geh?ren auch rund 20% Trincadeira und 10% Aragones, derzeit werden j?hrlich 6Millionen Flaschen gef?llt.

Das zweite Steckenpferd ist der Moscatel de Setubal. Einer der gro?en angereicherten S??weine unseres Planeten. Die zwei riesigen alten Lagerhallen, die sich direkt an den Garten im Innenhof anschlie?en, sind ein wahrer Schatz von unvorstellbarem Wert. Insgesamt lagern in den JMF Lodges knapp 400.000L feinster, gealterter Moscatel in Pipas. Und diesen h?tet Domingos Soares mit der selben Leidenschaft, wie bereits seine Vorfahren. F?r die regelm??igen Qualit?tskontrollen und die Auswahl der F?sser, welche f?r die Blends ben?tigt werden, ist der Erfahrungsschatz des Weinmachers unersetzlich. ?ber die Geschichte des Moscatel de Setubal, macht er sich allerdings keine romantischen Illusionen. Vorbild war der Portwein. Dessen oxidativen Ausbau kopierten die Weinbauern in der Gegend um Setubal. Die Firmengr?nder erwarb zun?chst Fassware und begann anschlie?end im 19. Jahrhundert ?ber Jahrzehnte hinweg den eigenen Fassvorrat anzulegen. Der gr??te Unterschied zum Portwein sind jedoch die verwendeten Reben. Beim Wein aus dem Douro werden bekannterma?en ?ber 80 verschiedene Sorten kultiviert und vermischt. Der hiesige S??wein besteht haupts?chlich aus der Rebsorte Moscatal de Alexandria, einem Bastard der europaweit bekannten Muskatellertraube. In ganz geringen Mengen wird auch Moscatel Roxo und Bastardinho verwendet. Der weitere Ausbau erfolgt dann ?hnlich einem Tawnyport. Die einfacheren Basisweine werden als drei oder f?nf j?hrige Blends oder als Jahrgangsweine abgef?llt. Die gro?en, komplexen Moscatels, zu den unter anderem der 20 Jahre Alambre z?hlt, ein Blend dessen j?ngstes Fass die angegebene Zeitdauer gealtert ist, oder der legend?re Trilogia, ein Blend der Jahrg?nge 1900, 1934 und 1965, sind gro?artige, delikate S??weine.

Das JMF auch als Qualit?tsproduzent im Bereich der Rotweine ernst zunehmen ist, beweist die Super Premium Linie. Und auch hier ist vielfalt angesagt. Neben den Weinen aus dem Stammsitz, dem Anbaugebiet Pamela, hat JMF auch Rebfl?chen im Douro und Alentejo. Hexagon, der Periquita Superyor, und FSF sind Weine des Hauptanbaugebietes. Hexagon ist ein komplexer Blend aus sechs verschiedenen Rebsorten. Syrah, Tannat und Trincadeira bilden den internationalen Blend FSF. Der Periquita Superyor ist ein Sortenreiner Castelaowein, der 6-8 Monate in neuen Barriques reift.
Aus dem Douro stammt der Domini Plus, ein Rotwein, der im Gegensatz zu vielen anderen ersten Gew?chsen aus dieser Gegend, eher elegant, denn kr?ftig rustikal ist.
Aus dem Alentejo schlie?lich stammen der "J" und der "Jos? de Sousa Mayor". Beide sind das Ergebnis einer strengen Selektion, mehrheitlich Touriga Franca mit geringem Zusatz von Grand Noir und Touriga Nacional. Vom "J", dem Topwein, der erstmals 2007 erzeugt wurde, gibt es nur etwas ?ber 1500 Flaschen, dieser Wein reift in den im Alentejo traditionellen Amphoren. Der Wein ist komplex, eher elegant mit einer herausragenden Fruchtaromatik, dabei zugleich frisch und mit weichen Tanninen. Sicher einer der besten Weine Portugals. Jose Maria da Fonseca ist ein Erzeuger der sowohl mit einer breiten, tadellosen Basislinie als auch mit einem vielf?ltigen Spitzensegment aufwarten kann und deshalb zu Recht weit ?ber die Grenzen Lusitaniens bekannt ist.

Jose Maria da Fonseca - Periquita, Moscatel de Setubal and more to discover  von http://www.christopherpfaff.de/

At the entrance to Villa Nogueira de Azeitao an unusual pattern of a traffic island give a sign that this small town is the most famous wine village south of Lisbon. Instead of the usual floral decorations or even modern sculpture art, here is a pyramid of old wooden barrels, reflecting the subtle imprint "JMF" in white letters, short for Jose Maria da Fonseca. Only a few meters away is one of the largest wineries in Portugal, the family fills there current 18 million liters of wine per year, and most of it spread over the entire globe. And with the Bacalhoa Vinhos, formerly known as JP Vinhos, the small town on the peninsula of Setubal, just 30 minutes' drive from the capital, even has a second about the country's borders known winery.

In the inner city, the streets are narrow. Mansions from the 19th Century, various cafes and small shops dominate the picture. Amidst this bustle lies the manor house of JMF. Its football-field-wide, handsome facade hints at first that inside is a beautiful garden, the old cellars and warehouses for Moscatelwines are. The old winery, which was later in the mid-80s too small, is now the featured the company museum. Each year, about 30,000 visitors discover here the story of the producer, who began 1834 with vineyards, and is now one of to the world famous wineries. The visitor can also have a large part of the portfolio to taste, which includes more than 30 different wines.

The blockbuster, which was responsible for this success is Periquita. The best-known wine brand in Portugal. One of the oldest wine brands in Portugal. The first mention of this red wine dates from 1850. The oldest still-existing bottle is 30 years younger. Domingos Soares Franco, a direct descendant of the founder, leads the company today with his brother Antonio. According to the different characters they split their tasks. Antonio, the elegant and accurate business man is responsible for the business management. Domingos the inventive, creative, sometimes scattered one, is the winemaker. A man who do his profession withreal passion and enthusiasm. He could have retired long ago. But instead of enjoying the fresh sea air in the heights of the Arrabida, a small mountain range, which shields Azeitao from the Atlantic as a pensioneer, he rather experimented with new blends. The history of the flagship of the company, which arrived in the meantime in the 20th century in the possession of an American consortium, he knows well. "By 1940 Periquita came mainly from gravel soils from the area around Azeitao," he says, knowing that today's production figures, this no longer allowing. "Later, the blend is made more with grapes from sandy soils, which are in the north and east of our growing region Pamela". Castelao is still the main component of Periquita, but the blend includes 20% Trincadeira and 10% Aragones, currently filled six million bottles annually.

The second hobby is the Moscatel de Setubal. One of the great fortified sweet wines on the planet. The two enormous old warehouses, which connects directly to the courtyard garden, are a treasure of unimaginable value. Overall in the JMF Lodges 400.000 liter just fine, aged Moscatel is stored in pipas. And Domingos Soares guards this with the same passion, as his ancestors. For the regular quality control and selection of barrels, which are needed for the blends, the experience of the winemaker is irreplaceable. But about the history of the Moscatel of Setubal,he makes no romantic illusions. Model was the port wine. Its oxidative removal copied by the growers in the area of ​​Setubal. The founders initially acquired some barrels and then began in the 19th century to create their own barrel storage. The biggest difference to the port are the used the grape variety. The wine from Douro is known for more than 80 different varieties are cultivated and mixed. The local sweet wine is mainly made from the grape Moscatal de Alexandria, a bastard of the in Europe known grape Muscat. And in very limited quantities are also Moscatel Roxo and Bastardinho used. Further expansion is then similar to a Tawnyport. The base wines are three or five years old, as blend or bottled as young vintage wines. The complex Moscatels are beginning with the 20 years Alambre and Alambre Roxo, a blend whose youngest barrel has aged for 20 years. Or the legendary Trilogia, a blend of the three vintages 1900, 1934 and 1965. These are great, delicious dessert wines.

The JMF is take seriously as a quality producer in the reds too, proves the super-premium line. In addition to the wines from the headquarters, the region Pamela, JMF also has vineyards in the Douro and Alentejo. Hexagon, the Periquita Superyor, and FSF are the main wines of the primary growing region. Hexagon is a complex blend of six different varietals. Syrah, Tannat and Trincadeira form the international glare are the blend for FSF. The Periquita Superyor a 100% wine from Castelao, aged 6-8 months in new oak barrels.
Domini Plus comes from the Douro , a red wine that is in contrast to many other first growths in that region, rather elegantly.
From Alentejo finally come to the "J" and the "Jos? de Sousa Mayor". Both are the result of a rigorous selection, mostly Touriga Franca and a small addition of Grand Noir and Touriga Nacional. By "J", the top wine, which was first produced in 2007, it's just something about 1500 bottles, this wine is aged in the Alentejo traditional amphora. The wine is complex, more elegant and with an excellent fruit aromas, fresh and at the same time, with soft tannins. Surely one of the best wines in Portugal. Jose Maria da Fonseca is a generator that can boast both a broad, immaculate baseline as well as with a variety of top segment and therefore far right is known beyond the borders of Lusitania.

 

Porto, Madeira – und Moscatel: Portugals (fast) vergessener Dessertwein  von  portugalmania.de

Die dunkelgelb schimmernde Farbe, der würzige Geschmack von Trauben mit einer Prise Atlantikluft: Der Dessertwein “Moscatel de Setúbal” gibt seine Geheimnisse nur Schlückchen für Schlückchen preis. Dieses Jahr ist die perfekte Gelegenheit, den fast vergessenen “kleinen Bruder des Portweins” wieder zu entdecken: Denn der Moscatel feiert seinen 100. Geburtstag – offiziell zumindest, denn die Geschichte des Weins und seiner besonderen Traube geht zurück bis zu den alten Ägyptern.

“Vinho Generoso” nennen die Portugiesen ihre süßen Dessertweine, wie etwa den weltbekannten Portwein. Übersetzt heißt das: Großzügiger, freigiebiger Wein. Der Gattung nach gehört auch der Moscatel de Setúbal zu den “großzügigen Weinen” – mit seinem schüchternen Auftreten und wenig Gewese um sich selbst zählt er jedoch eher zu den scheuen Vertretern seiner Art. Dabei hätte der Moscatel eine falsche Bescheidenheit gar nicht nötig – enthält er doch die Spuren einer langen Geschichte und kann mit dem üppig wuchernden Charakter seiner Heimat, der Naturregion “Serra da Arrábida” punkten. Nicht im überzeugten Rubinrot des Portweins kommt der Moscatel daher, sondern in einer dunkelgelb-orange schimmernden Farbe – ein Ton, so voll und reich beladen wie das Licht beim Sonnenuntergang nach einem warmen und satten Sommertag. Und auch im Geschmack setzt der Moscatel seine eigenen Akzente: Trotz seiner edlen Süße bewahrt er sich würzige Noten im Aroma, den Duft von Blüten und einen Hauch Salzluft aus dem nahen Atlantik.

Über Jahrhunderte hinweg hat sich der Moscatel so seinen eigenen Charakter bewahrt – und schien auch stets mit sich selbst zufrieden zu sein. Während es den Portwein über die Grenzen hin zu weltweiter Beliebtheit zog, blieb der Moscatel de Setúbal fast ausschließlich der eigenen Heimat verbunden. Selbst in Portugal ist der Moscatel eine stellenweise unbekannte Größe. Getrunken wird der Wein zumindest fast ausschließlich rund um sein Anbaugebiet in der Serra da Arrábida in Setúbal und Lissabon. Größere Mengen für den Konsum stünden auch gar nicht zur Verfügung: Das Anbaugebiet der Moscatel de Setúbal-Traube (zu Deutsch: Muskateller) umfasst gerade einmal 330 Hektar – die Trauben für den Portwein nehmen eine hundert Mal größere Fläche ein.

Trotz des geringen Bekanntheitsgrad ist der Moscatel alles andere als eine Provinzgröße. Eine geschützte Herkunftsbezeichnung (“denominação de origem”) schützt die besondere Herstellungsweise des Dessertweins. So besteht der Wein zu mindestens 85 Prozent aus Trauben der Sorte “Moscatel de Setúbal” sein (oder der roten Variante Moscatel Ruxo). Die Reifezeit muss mindestens zwei Monate betragen. Qualitätsgarantien, die nun genau ein ganzes Jahrhundert Bestand haben.

Ein offizieller Geburtstag – doch die Geschichte der Traube und des Weins geht viele hundert Jahre früher zurück. Es waren die Römer, die die Vorzüge der ursprünglich in Ägypten beheimateten Moscatel-Traube erkannten – und diese dann in die mediterranen Ecken ihres Weltreiches exportierten. Portugal, das einstige Lusitanien, war mit seinem atlantischen Klima vielleicht nicht die ideale gleichermaßen zum Verzehr wie auch für den Weinanbau geeignete Traube. Doch an manchen Punkten, wie etwa in der gegen die strengen Atlantikwinde geschützten Serra da Arrábida mit ihrem fast mediterranen Klima fand der Weinimport aus Ägypten eine Heimat.

Selbst zu Zeiten der eher abstinent lebenden Mauren pflegten die Menschen dieser Region den Anbau der Moscatel-Traube. Kein Wunder, dass man bei einer derartigen Kontinuität die Kultur- und Naturlandschaft auch im Geschmack des Moscatel-Weins wiederfindet. Und so lohnt es sich auch besonders, den Moscatel in seiner Heimatregion kennenzulernen. Eine gute Möglichkeit für eine Entdeckungsreise in Sachen Moscatel bietet die Touristenroute “Por Terras da Arrábida“, eine von sechs verschiedenen “Weinrouten auf der Halbinsel Setúbal“. http://www.rotavinhospsetubal.com/

 

 


29.10.17 Copyright © Kältetechnik Rauschenbach GmbH  Phone +49 2261 94410    Impressum