zurück Übersicht Fuerte   Fuerteventura Inselwandern Weihnachten Durch das Gran Valle zur Playa de Cofete    Auf einem alten Maultierpfad über das Jandia-Massiv
Wanderung von Morro Jable Jandía nach Cofete    

Startpunkt Strandabschnitt hinter dem Hafen  
   
   
Paßhöhe 347 m  
   
   
Cofete von Oben Abstieg zur Villa Winter
 Villa Winter  Villa Winter 
Durst  
Rückweg Rückweg
 

Der Wanderführer

 

 

 

Literaturhinweise: Die Tourenvorschläge sind dem Rother Wanderführer Fuerteventura von Rolf Goetz entnommen. Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten erhalten Sie direkt beim Rother-Verlag 
Ausserdem finden Sie im Fuerteventura Wanderführer folgende Routen:

1 Rund um die Insel Lobos
Zu Miniaturvulkanen, Salzmarschen und auf einen Panoramaberg mit Drei-Insel-Blick

2 Von Corralejo nach El Cotillo
Ausgedehnte Streckenwanderung entlang der rauen Nordküste

3 Von El Cotillo zur Playa de Esquinzo
Windige Klippentour an der Nordwestküste

4 Der vulkanische Lehrpfad von Lajares nach Corralejo
Auf dem "Sendero turistico" durch ein unwirtliches Lavameer

5 Durch die Dünen von Corralejo
Wüstenhafte Leere zwischen Wasser und Lava

6 Um die Montana de Escanfraga
Beschauliche Runde zwischen markanten Vulkanbergen

7 Auf die Montana Tindaya
Auf Spurensuche am heiligen Berg der Guanchen

8 Von Los Molinos nach Playa del Valle
Lange Klippentour mit leichten Hindernissen

9 Zum Stausee Los Molinos
Über ockerfarbene Hügelketten zur größten Talsperre der Insel

10 Von Antigua nach Betancuria
Auf einem Pilgerweg in die alte Hauptstadt

12 Auf den Pico de Betancuria
Aussichtsreiche Gipfeltour auf den Hausberg der alten Hauptstadt

13 Von Betancuria nach Vega de Rio Palmas
Panoramareiche Kammwanderung am Ostrand des Zentralmassivs

14 Über den Granadillos-Pass auf die Gran Montana
Große Runde um eine Palmenoase, mit luftiger Gipfelbesteigung

15 Zur Wallfahrtskapelle der Jungfrau de la Pena
Durch ein Palmental in eine enge Felsenschlucht

17 Von Ajui zum Wrack der American Star
Ausgedehnte Küstentour zum Schauplatz einer Havarie

18 Zur Ermita Virgen del Tanquito an der Montana Cardon
Der Pilgerweg zur Felsenkapelle im Cardon-Massiv

19 Von Las Salinas nach Pozo Negro
Auf den Spuren der Kalkbrenner

20 Von Pozo Negro zu den Casas de Jacomar
Abenteuerliche Klippentour mit anschließender Querung eines jungvulkanischen Lavafeldes

21 Der Küstensteig von Giniginamar
Auf altem Saumpfad über der zerklüfteten Südostküste nach Tarajelejo

22 Von Costa Calma nach Los Boquetes
Von Küste zu Küste über Fuertes "Wespentaille"

23 Im Sandmeer El Jable
Saharaimpressionen im Hinterland von Costa Calma

24 Von Costa Calma zum Risco del Paso
Vamos a la Playa!

25 Ins Valle de Pecenescal
Zu einem fulminanten Aussichtspunkt hoch über der Westküste

26 Von Jandia Playa zur Playa Barca
Strände ohne Ende - die große Tour entlang Fuerteventuras Superstrand

27 Auf den Pico de la Zarza
Fuertes höchster Gipfel - von Null auf 800

28 Durch das Gran Valle zur Playa de Cofete
Auf einem alten Maultierpfad über das Jandia-Massiv

29 Von der Playa de Cofete zur Casa de Agua Melianes
Strandeinsamkeit an der wellengepeitschten Nordküste von Jandia

30 Von der Punta Pesebre zur Punta de Barlovento
Bizarre Küstentour für Fährtensucher

 

von wiki

Geschichte des Anwesens

Die Villa wurde nach dem 1893 in Neustadt im Schwarzwald geborenen deutschen Ingenieur Gustav Winter benannt und ist von Gerüchten und Mysterien umgeben. Das 1936 errichtete Haus besteht aus zwei Stockwerken, einem Turm in nordöstlicher Richtung und einer teilweise verschlossenen Unterkellerung. In manchen Reiseführern wird es auch als „Feriendomizil eines deutschen Generals“ erwähnt.

Gustav Winter arbeitete seit 1915 in Spanien und war an verschiedenen Projekten am Festland, auf Gran Canaria und schließlich auf Fuerteventura beteiligt. Die gängigen Spekulationen über die Aufgaben des Gustav Winter und die Funktion der Finca in Cofete sind:

Errichtung eines geheimen U-Boot-Hafens während des Zweiten Weltkrieges
Vorübergehende Unterbringung von Nazigrößen und deren Transport nach Südamerika zum Ende bzw. nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges.

Alle seriösen Recherchen deutscher und spanischer Journalisten haben keine dieser variantenreichen Spekulationen beweisen oder aber widerlegen können. Alle Indizien wie angeblich überdicke Wände, „heidnische“ Schnitzereien, überdimensionierte Stromleitungen und wunderliche Turmbauten lassen sich auf normale zeitgenössische Bauweisen eines deutschen Ingenieurs sowie damalige technische Verfügbarkeiten zurückführen. Insbesondere im Dachgeschoss finden sich typisch süddeutsche Holzkonstruktionen, wie sie damals im Schwarzwald üblich waren und in dieser Form auf den gesamten kanarischen Inseln einzigartig sind.

Angaben Winters in einem 1971, kurz vor seinem Tod, der Illustrierten „Stern“ gegebenen Interview nähren jedoch seither die Spekulationen: darin gab er als Erbauungszeitpunkt der Villa das Jahr 1958 an. Als Begründung der extrem abgelegenen und schlecht erreichbaren Lage führte er an, ein Naturliebhaber zu sein. Auch seine Bestrebungen, eine Tomatenplantage errichten zu wollen, erscheinen aufgrund der Unwirtlichkeit der Gegend und des natürlichen Wassermangels zumindest fragwürdig. Keine Erklärung wurde für das etwa 12 km westlich gelegene Flugfeld gefunden.

Alle von Zeitzeugen belegten und heute noch nachvollziehbaren Motive sind landwirtschaftliche Aktivitäten an der West- und Ostküste. Des Weiteren zeichnete Winter für den Bau einer Straße von der Ostküste, beginnend zwischen der Costa Calma und Jandía, in Richtung Westküste verantwortlich. Der Bau dieser auch heute noch befahrbaren, teils asphaltierten Straße, die sich heute auf Privatgrund befindet, wurde aber nur bis zum Sattel des Bergzuges ausgeführt. Ein Abstieg nach Westen wurde nicht realisiert.

Nach dem Tod Gustav Winters († 1971) blieb die Villa im Familienbesitz. 1997 verkaufte die Familie das Anwesen an die spanische Lopesán-Gruppe.[1]

Im Sommer 2015 produzierte History die mehrteilige Dokumentation „Hunting Hitler“. Teil sechs der ersten Staffel befasst sich mit Spekulationen über die Villa Winter und das umliegende Gelände